Vor allem möchte ich ein nahbarer Bürgermeister sein und jeder sollte die Möglichkeit haben, mit mir ins Gespräch zu kommen. Hierzu reichen die bisherigen Bürgermeistersprechstunden auf dem Wochenmarkt nicht aus. Ich stelle mir zukünftig abendliche Bürgermeistersprechstunden vor, welche sowohl in der Kernstadt als auch in den Ortsteilen stattfinden sollen.

Ich weiß, dass vielen die Thematik rund um den Vetschauer Marktplatz unter den Nägeln brennt. Ich bin starker Hoffnung, dass dieser mit Einzug der WIS in unsere Stadt und dem damit verbundenen Kauf der ehemaligen Bäckerei Krüger sowie der Brunnenecke, mittelfristig eine Aufwertung erfährt. Für die Verwaltung ist es ohnehin sehr wichtig eng mit der Wohnungsbaugesellschaft zusammenzuarbeiten, um den Einwohnern der Stadt die gewollte Lebensqualität zu bieten. Mit der Aufwertung der alten Post und der alten Feuerwache stehen weitere große Projekte der WIS im Raum.

Die Kita’s in den Ortsteilen bedürfen einer Aufwertung, vor allem die Einrichtung in Missen ist in einem inakzeptablen Zustand. Die Schulstandorte erfahren seit Jahren kaum bzw. keine Entwicklung, es werden lediglich die verpflichtenden Vorgaben erfüllt um den Schulbetrieb abzusichern. Das ASB Freizeithaus sowie der geplante Treffpunkt für die Jugend benötigen ebenfalls mehr Aufmerksamkeit. Wenn wir, neben der Wohnsituation, die Betreuungs- und Bildungseinrichtungen, allen Ansprüchen entsprechend gestalten, wird sich der Wohlfühlfaktor in unserer Stadt enorm steigern.

In Vetschau gibt es kein zusammenhängendes Radwegenetz. Hier bestehen viele Lücken, bzw. gibt es Orte, welche nur über stark befahrene Straßen mit dem Rad erreichbar sind. Es gibt bereits ein Radwegekonzept in welches viel Arbeit geflossen ist, an diesem gilt es dran zu bleiben. Ebenso gilt es den frisch beschlossenen Flächennutzungsplan zu realisieren um Wohn-, Gewerbe- und Industrieansiedlung zu ermöglichen.

Die Unterhaltung einer leistungsfähigen Feuerwehr ist laut Gesetz eine Pflichtaufgabe der Stadt. Auch hier gibt es Nachholbedarf an Investitionen in die Technik und Infrastruktur. Sehr deutlich zeigt sich dies am Feuerwehrgerätehaus Naundorf, welches den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht wird.

Die Umsetzung einiger Punkte wird auf Grund der desolaten Haushaltslage sicherlich schwierig. Wir hatten in den zurückliegenden Haushalten immer höhere Ausgaben als Einnahmen. Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass mit dem Doppelhaushalt 2024/2025 sämtliche Rücklagen der Stadt quasi aufgebraucht sind. Ich hätte mir auch etwas anderes gewünscht und so leicht wie es sich die Bundesregierung zu ihrem Start gemacht hat, ist es auf kommunaler Ebene leider nicht. Im Gegenteil, der Gürtel muss noch enger geschnallt werden, da Schlüsselzuweisungen gekürzt und die Kreisumlage erhöht werden. Daher wird es zwingend erforderlich sein, spürbare Einsparungen vorzunehmen, um nicht in ein Haushaltssicherungskonzept zu rutschen. Ich habe einige Ideen, welche hier den Rahmen sprengen würden.

Ich stelle diese gern in meinen Vorstellungsrunden ( Termine) vor und freue mich auf Ihr Erscheinen und auf Ihre Fragen.

Das ehrenamtliche Engagement kann man nicht hoch genug wertschätzen und den lokalen Unternehmen muss eine Stimme gegeben werden. Unternehmen und Ehrenamt, sind das Öl im Getriebe unserer Stadt.

Sollten Sie keine Zeit finden, kann ich Ihnen nur nahelegen am 28.09.2025 wählen zu gehen. Es geht um unsere Stadt, um ein starkes Vetschau.